Varietäten:

  • var. coreana
  • var. cycloptera
  • var. lanceolata

Sorten:

  • 'Across'
  • 'Bosque'
  • 'Burgundy'
  • 'Catlin'
  • 'Central Park Splendor'
  • 'Chessins'
  • 'Cork Bark'
  • 'D. B. Cole'
  • 'Drake'
  • 'Dynasty'
  • 'Elsmo'
  • 'Emer I'
  • 'Emer II'
  • 'Emerald Prairie'
  • 'Frosty'
  • 'Garden City'
  • 'Geisha'
  • 'Golden Rey'
  • 'Halleluja'
  • 'Hansen'
  • 'Hibari'
  • 'Hokkaido'
  • 'King's Choice'
  • 'Milliken'
  • 'Ohio'
  • 'Orange Ribbon'
  • 'Pathfinder'
  • 'Pendens'
  • 'Prairie Shade'
  • 'Pumila'
  • 'Red Fall'
  • 'Seiju'
  • 'Select'
  • 'Sempervirens'
  • 'State Fair'
  • 'Stone's Dwarf'
  • 'Thinker'
  • 'True Green'
  • 'Yatsubusa'
  • 'Zettler'

Art:

Ulmus parvifolia

Chinesische Ulme

Die Chinesische Ulme hat im östlichen Asien ein weites Verbreitungsgebiet. Es umfasst die japanischen Inseln, Korea, Taiwan und weite Teile des östlichen und südlichen China. Durch Züchtungen und Anpflanzungen ist die Art jetzt auch in Nordamerika relativ weit verbreitet. Sie weist eine hohe Widerstandskraft gegen die Holländische Ulmenkrankheit auf.

Vollständiger wissenschaftlicher Name:   
Ulmus parvifolia Jacquin, 1798

Ungültige Synonyme:
Ulmus chinensis, Ulmus coreana, Ulmus japonica

Weitere Namen:
Kleinblättrige Ulme, Japanische Ulme (de), Chinese elm, lacebark elm (en), orme de chine (fr), lang yu (ch)

Die Verbreitung der Chinesischen Ulme umfasst zahlreiche östliche und südliche Provinzen auf dem chinesischen Festland, die vier japanischen Hauptinseln, Taiwan und die südlichen Gebiete Koreas. Da sie recht trockenheitsresistent ist, wurde und wird sie vielfach in Windschutzpflanzungen verwendet. Von dort ist sie anschließend ausgewildert. Heute kommt die Chinesische Ulme auch in Teilen Nordamerikas und Zentralasiens vor.

Die Art gilt allgemein als raschwüchsig. Sie erreicht normalerweise 20 bis 30 m Höhe, kann aber auch bis 35 m hoch werden und einen Stammdurchmesser von 1,50 m erreichen. Das Blatt ist eher klein und unscheinbar (daher der wissenschaftliche Name), 2 bis 5 cm lang, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits deutlich heller. Der Blattrand ist einfach oder doppelt gesägt, die Blattbasis ist fast symmetrisch.
Auffallend ist die Borke, die im Alter schuppig abfällt und orangerote Lentizellen zeigt. Der englische Name „Lacebark elm“ / Spitzenborkige Ulme rührt von dieser Besonderheit her, die an geklöppelte Spitze erinnert.

Die Blüten erscheinen im Spätsommer, die Früchte reifen im Herbst, im darauffolgenden Frühjahr treiben die Samen aus.

Es sind drei Varietäten ausgeschieden worden:
var. coreana
var. lanceolata
var. cycloptera.
Die ersten beiden Formen werden kultiviert, während letztere weder in botanischen Gärten vorhanden noch in der neueren Literatur zu finden ist.

Forstlich ist die Chinesische Ulme eher von untergeordneter Bedeutung, sie wird jedoch vielfach als Zierbaum verwendet. Die Bandbreite der verschiedenen Sorten ist nahezu unüberschaubar.

Es gibt die Trauerformen:
'Hokkaido'
'Pendens'

die Zwergformen:
'D. B. Cole'
'Frosty'
'Geisha'
'Pumila' (nicht zu verwechseln mit der Art Ulmus pumila)
'Stone's Dwarf'

und Formen mit leuchtend roter Herbstfärbung:
'Burgundy'
'Red Fall'

Die Chinesische Ulme ist außerordentlich beliebt als Bonsai-Pflanze. Für diesen Zweck werden eingesetzt:
'Catlin'
'Cork Bark'
'Geisha'
'Seiju'

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Züchtungen, die überwiegend im Garten- und Landschaftsbau verwendet werden:
'Across'
'Bosque'
'Chessins'
'Elsmo'
'Garden City'
'Golden Rey'
'Halleluja'
'Hansen'
'Hibari'
'King's Choice'
'Milliken'
'Orange Ribbon'
'Prairie Shade'
'Select'
'Sempervirens'
'State Fair'
'Thinker'
'True Green'
'Yatsubusa'
'Zettler'

Besonders resistente Züchtungen sind:
'Central Park Splendor'
'Drake'
'Dynasty'
'Emer I'
'Emer II'
'Emerald Prairie'
'Ohio'
'Pathfinder'.

Im National Arboretum in Washington DC, USA gibt es Hybride der Chinesischen Ulme mit der Felsen-, Mandschurischen und der Himalaja-Ulme (U. thomasii, U. laciniata beziehungsweise U. wallichiana).

In Deutschland könnte die Chinesische Ulme zukünftig eine größere Rolle spielen: Hinsichtlich der Eignung von Bäumen unter den Bedingungen des Klimawandels gilt sie als eine potentiell geeignete Art für Pflanzungen in der freien Landschaft. Auch für die Stadt wird sie vorgeschlagen. Im System der KlimaArtenMatrix von Roloff gehört sie zu den Arten, die sowohl hinsichtlich der Winterhärte wie auch der Trockentoleranz für Pflanzungen in der Stadt für geeignet gehalten werden.

In der „Enzyklopädie der Holzgewächse“ liegt eine ausführliche Monographie über die Chinesische Ulme vor.

Ein sehr alter Bonsai im Botanischen Garten von Shanghai, China

Im Arboretum des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts in Hamburg-Bergedorf

Eine Chinesische Ulme in einem Wohnviertel in Sacramento, Kalifornien

Im Botanischen Garten von Salt Lake City, Utah

Borke

Kurztrieb

Die Chinesische Ulme als Bonsai (Fa. Bonsai-Garten, Wolf Tunnat, Hamburg)